Volkswagen setzt in Chemnitz klares Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung, Ausgrenzung

Chemnitz, 07.09.2018 – Auf einer Informationsveranstaltung am Freitag im Motorenwerk Chemnitz haben Vorstandsmitglieder von Volkswagen, Betriebsräte und Belegschaft des Werks ein klares Zeichen gegen Diskriminierung, gegen Fremdenfeindlichkeit und gegen Ausgrenzung gesetzt. Zugleich bezogen sie klar Position für Vielfalt und respektvolles, partnerschaftliches Miteinander. Für Volkswagen seien dies unverrückbare Grundprinzipien.

Volkswagen Personalvorstand Gunnar Kilian sagte vor den Beschäftigten: „Ich bin heute auch deswegen nach Chemnitz gekommen, weil ich als Bürger dieses Landes von den Szenen der letzten Tage zutiefst erschreckt bin. Und ich bin gekommen, um deutlich zu machen: Das Werk Chemnitz gehört zur Volkswagen Familie. Wir haben hier investiert und tun dies weiter. Deswegen ist es uns als Konzernvorstand wichtig, was in dieser Stadt geschieht. Und ich mache klar: Wir bei Volkswagen dulden keine Diskriminierung. Wir achten soziale Rechte, wir leben Vielfalt. Was draußen vor den Werkstoren vorgegangen ist, verstößt gegen alle Grundwerte von Volkswagen. Gewiss: Den Verlockungen von Populisten ist manchmal schwer zu widerstehen. Umso mehr gilt es, gegen Parolen zu sensibilisieren, aufzuklären, für Vernunft zu sorgen. Das tun wir bei Volkswagen gemeinsam: Unternehmen, Betriebsräte, Vertrauensleute. Lassen wir nicht zu, dass neue Mauern entstehen. Das muss unser Auftrag sein!"

Bernd Osterloh, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats, sagte: „Die Belegschaft von Volkswagen steht für Toleranz, Offenheit und einen solidarischen Umgang miteinander. Fremdenfeindlichkeit, Hass, Ausgrenzung und Verfolgung haben keinen Platz in unserem gemeinsamen Unternehmen. Es ist Aufgabe von uns Gewerkschaftern, klare Kante zu zeigen gegen menschenfeindliche, rechtsextreme und antidemokratische Umtriebe. Das gilt ganz konkret für jeden Einzelnen von uns. Wir müssen aber auch von den demokratischen Politikern einfordern, dass sie ihre Hausaufgaben endlich erledigen: berufliche Zukunftsperspektiven ebenso wie auskömmliche Renten, faire Löhne und gute Arbeit sowie bezahlbarer Wohnraum und innere Sicherheit — nur wer diese Themen angeht, wird den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken."

Thomas Schmall, Volkswagen Komponentenvorstand sagte: „Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Motorenwerk Chemnitz ist das Miteinander unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen selbstverständlich: Sie arbeiten im internationalen Verbund von 56 Konzernkomponentenwerken auf vier Kontinenten mit Kollegen aus China oder Brasilien, aus Ungarn oder Tschechien höchst erfolgreich zusammen. Mehr als 150 erfahrene internationale Kollegen unterstützen aktuell hier in Chemnitz, um die gute Auftragslage gemeinsam zu bewältigen. Beispiele wie diese zeigen: Bei Volkswagen hier in Chemnitz und an allen anderen Standorten ist kein Platz für Ausgrenzung. Und darauf sind wir stolz!"

An der kurzfristig von Betriebsrat und Werkleitung organisierten Zusammenkunft im Motorenwerk Chemnitz nahmen am Freitagvormittag Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der zu diesem Zeitpunkt anwesenden Früh- und Normalschicht teil, außerdem Vorstandsmitglieder sowie Arbeitnehmervertreter aus den anderen deutschen Volkswagen Werken. Das Werk Chemnitz beschäftigt insgesamt rund 1.800 Männer und Frauen, unter anderem auch aus Afghanistan, Kuba, Mexiko, Nigeria, der Ukraine, Ungarn und Vietnam. Das Werk wird beliefert von Lieferanten aus 29 Ländern. Nahezu die Hälfte der in Chemnitz produzierten Motoren sind für eine Auslieferung außerhalb Deutschlands bestimmt.

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